Wo der Mensch früher noch Kilometer weite Strecken zu Fuß zurück legte, da verbringt er seinen Alltag heute weitestgehend sitzend. Die Gesellschaft ist geprägt von Bewegungsmangel, Stress, Termin- und Zeitdruck. Ständige Erreichbarkeit ist selbstverständlich im Zeitalter der Digitalisierung.

Als Folge klagen immer mehr Menschen über Schmerzen und Verspannungen im Schulter-Nackenbereich, Rückenschmerzen, Beschwerden der Augen, Arme, des Kopfes oder über Müdigkeit. Doch Bewegungsmangel hat nicht nur zahlreiche gesundheitliche, sondern auch wirtschaftliche Folgen, wie Produktivitätsverlust und Brutto-Wertschöpfungsverlust.

Die Bewegungsstudie „Beweg Dich, Deutschland“ der Techniker Krankenkasse von 2016 ergab, dass Erwerbstätige im Durchschnitt 6,5 Stunden pro Tag sitzen, 21% sogar 9 Stunden und mehr. Doch zu einer überwiegend sitzenden Tätigkeit im Beruf kommt die Bewegungsarmut in der Freizeit. Rund 48% sind entweder Sportmuffel oder Antisportler.

Das Wissen, dass Beschwerden des Bewegungsapparates und hier vor allem Rückenbeschwerden die meisten Krankheitstage verursachen bewegt die Unternehmen zum Umdenken.

Es ist an der Zeit zu handeln. Entspannungstechniken, Bewegungs- und Präventionskurse oder Betriebssport sind eine Möglichkeit gegen die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Belastungen vorzugehen.

Experten raten außerdem dazu die eigene Sitzhaltung zu verändern. Denn Belastungen und Beschwerden des Muskel-Skelett-Systems können bereits durch dynamisches Sitzen oder Steh-Sitz-Arbeit verringert werden. Ergonomisches Arbeiten rückt somit wieder vermehrt in den Vordergrund.

Reduzieren Sie negative Effekte wie Ermüdung, Verspannungen oder Schmerzen der Muskulatur, der Wirbelsäule oder der Bandscheiben und verbessern Sie Ihre Leistungsfähigkeit und Gesundheit durch eine dynamische Arbeitshaltung.

Denken Sie um und proben Sie regelmäßig den Aufstand. Zappeln auch Sie im Sinne der Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

Geschrieben von: Kathrin Schwickerath, Consultant und Präventionsbeauftragte Ergosquad GmbH